Für Großgruppenmethoden sind wir seit 1993 die Pioniere im deutschen Sprachraum
Wir haben über mehr als drei Jahrzehnte hinweg Erfahrungen mit Gruppen von 40 bis 1600 Teilnehmenden gesammelt und dabei die folgenden Methoden eingesetzt, aber auch eigene Formate entwickelt.
- Zukunftskonferenz
- Open Space
- Real Time Strategic Change
- Appreciative Inquiry Summit
- World Café
- Rat der Weisen
- Liberating Structures
Zu diesen Methoden haben wir die ersten Bücher und Videos veröffentlicht, zahlreiche Fachartikel publiziert, mehr als 1000 Kollegen weitergebildet und schon früh das Ressource-Center Großgruppenarbeit aufgebaut.
Eine Innovation von uns, die in bestimmten Situationen für magische Momente sorgt, ist der „Listening Circle“ – ein Gespräch im Kreis, das sich mit bis zu 300 Teilnehmenden und mehr durchführen lässt.
Ein Beispiel: Die Schallmauer unzureichender Liefertreue durchbrechen
Einhundert von etwa zweihundert Mitarbeitern eines Werks für Spezialgase, Teil eines Gase-Konzerns, betreten eine große Sporthalle, die für die nächsten zwei Tage den Rahmen für ein besonderes Ereignis bieten wird: eine Real Time Strategic Change- Konferenz. An der Stirnseite der Halle sehen sie eine mehrere Meter hohe und 15 Meter breite Wand, gebaut aus zahlreichen, mit einem Mauerdekor versehen Umzugskartons. Mitten auf der Mauer sehen sie ein großes Schild: „70 %“. Sie erfahren bei der Begrüßung, wofür diese Mauer steht. 70% Liefertreue, das ist die Schallmauer, die dieses Werk in den letzten Jahren nicht durchbrechen konnte. Dabei wollte man eigentlich mehr als 95% erreichen. In den nächsten zwei Tagen wird diese Wand symbolisch zusammenbrechen, und aus ihren „Trümmern“ wird eine Straße in die Zukunft gebaut werden. Die Straße hat 10 Abschnitte, gebaut von 10 hochmotivierten Teams, die 10 Initiativen umsetzen wollen, um die Liefertreue im Speziellen und die Qualität im Allgemeinen zu verbessern. Zum Schluss verlassen die 100 Teilnehmenden den Raum über die Straße der Zukunft, gebaut aus den „Steinen“ der vorherigen Schallmauer. Am Ende der Straße und Ausgang des Raums steht der Werkleiter und dankt jedem einzelnen.
Einsatzzwecke von Großgruppen
- Komplexe Veränderungen beschleunigen
- Lösungen für komplexe Themen mit vielen erarbeiten
- Mitarbeiter für strategische Ziele gewinnen und aktivieren
- Gemeinsam mit Mitarbeitern Ziele, Strategien und Initiativen entwickeln
- Jährliche Führungskräftekonferenzen interaktiv und energetisierend gestalten
- Neue Strukturen und Prozesse einführen oder sogar gemeinsam entwickeln
- Bisher eigenständige Unternehmen oder Bereiche nach einem Merger mental zusammenwachsen lassen und Initiativen zur Ausschöpfung von Synergien entwickeln
- Die Kultur weiterentwickeln – dabei kann es sich auch um spezielle Aspekte der Kultur handeln, wie beispielsweise die Projektmanagement-Kultur, die Führungskultur oder die Meetingkultur
- Nach einer Durststrecke neue Aufbruchstimmung schaffen
- Die Kooperation mit Stakeholdern (z.B. Lieferanten) oder in Multi-Stakeholder-Situationen stärken
- In befreiende, agile Strukturen hineinwachsen


Wirkungen von Großgruppen
Großgruppenkonferenzen vermögen einen enormen Energieschub zu erzeugen und die Kultur einer Organisation zu prägen. Die Energiespitze flacht zwar später wieder ab, doch Wesentliches bleibt übrig. Der veränderte Geist schlägt sich in neuen Geschichten nieder, die hinterher den Legendenschatz der Organisation bereichern. Dann wird in Gesprächen vielleicht nur das Wort „Zelt“ erwähnt, wenn die Konferenz in einem Zelt stattfand, und Augen leuchten auf. Im „Zelt“ hat man sich viel mehr als sonst als große Gemeinschaft erlebt. Im „Zelt“ hat man viel gelernt – vor allem voneinander. Im „Zelt“ wurden Stereotypen, die man von den jeweils anderen hatte, von neuen Bildern überlagert. Im „Zelt“ konnten „unsichtbare“ Normen thematisiert und eine Veränderung von allen gemeinsam verabredet werden. Im „Zelt“ haben alle gesehen, dass auch alle anderen gute Intentionen haben und die Initiative für die gemeinsame Zukunft ergreifen. Im „Zelt“ ist bei den Teilnehmenden nicht nur Verantwortung für den eigenen Arbeitsbereich, sondern Verantwortung für das Ganze entstanden. Und sie hat Wirkung entfaltet...
